Signal Methode
Ausbildung mit Signalen |
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Damit der Hund unsere Signale verstehen und auf Dauer verknüpfen kann müssen sie eindeutig sein. Sie müssen immer in der gleichen Tonlage, Lautstärke und Intensität gegeben werden.
Jetzt kommt ein Techniker ohne unser Wissen in unsere Wohnung und klemmt die entsprechenden Geräte um, z.b. die Türklingen an den Gong der Microwelle, das Telefon an die Türklingen usw.. Wir kommen nach Hause und die Türklingel läutet. Wir gehen an die Tür aber niemand ist da. Das Telefon läutet, niemand ist dran aber es steht jemand an der Tür. Wir sind völlig verwirrt und benötigen eine geraume Zeit um die neue Zuordnung der Signale zu verstehen. Nach ein paar Wochen wird wieder umgeklemmt und wieder müssen wir die erneute Zuordnung erlernen. So wie in diesem Beispiel geht es unseren Hunden wenn wir ständig unsere Signale und Kommandos variieren und in Stimm- und Tonlage ändern, bzw. komplett andere Worte verwenden. Sie müssen sich ständig neu orientieren und das Lernen fällt sichtbar schwer und dauert sehr lange. |
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Welche Signale benötigen wir in der Hundeausbildung? |
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Wenn wir von unserem Hund eine Übung verlangen ist es für ihn wie ein 100 m Lauf. Es gibt einen Start (die Gabe des Kommandos), die Laufstrecke (die geforderte Übung) und ein Ziel. Um den Hund nun in seinem Tun zu bestätigen und ihm aufzuzeigen das er auf dem richtigen Weg ist, brauchen wir eindeutige Signale die ihm diesen Weg aufzeigen. |
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Das Start – Das Kommando |
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Das Ziel – Kommando / Signal |
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Hat sich der Hund nach dem Kommando schnell abgesitzt, hat er sozusagen die Zielline des 100 m Laufs überschritten. Er hat das geforderte Ziel erreicht und erhält jetzt die Belohnung. Für dieses "Durchschreiten der Ziellinie" benötigen wir ein eindeutiges Signal. Dieses Signal sollte kurz und am besten einsilbig sein.
Empfohlen:
ok, fein, super oder auch Bestätigung durch einen Clicker.
Um beim Hund eine korrekte Verknüpfung zwischen schnellem Absitzen und anschliessender Bestätigung zu erzielen, muß das Signal innerhalb von 1 – 2 Sekunden nach der Handlung des Hundes erfolgen. Geben wir das Signal zu spät bestätigen wir nicht das schnelle Absitzen sondern das "Sitzen bleiben" oder eine andere Handlung die der Hund Dieses Signal, welches der Hund erhalten hat, ist eine Brücke zur Bestätigung die er direkt nach dem Signal erhält. Diese Bestätigung muß für den Hund auch ein echter Anreiz sein, die Ziellinie zu erreichen. Wir gehen auch nicht den ganzen Monat arbeiten um am Ende 10,- Euro zu erhalten. Je nach Vorlieben des Hundes erfolgt jetzt ein intensives |
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Das Falsch / Abbruch – Kommando / Signal |
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Es wird natürlich auch öfter passieren das unser Hund nicht die gewünschte Handlung ausführt. Auch hierfür benötigen wir ein Signal um ihm klarzumachen, dass wir dieses Verhalten nicht wünschen. Hier eignet sich am besten ein kurzes "NEIN".
Setzt sich der Hund nach dem "Nein" trotzdem ab, so erhält er keine Bestätigung und die Übung wird abgebrochen und wiederholt. Er soll sich ja nicht auf das "Nein" absetzen, sondern direkt nach dem Kommando "Sitz". |
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Das "Halte durch" – Kommando / Signal |
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Um das dritte Signal zu beschreiben, müssen wir an diesem Beispiel die Sitz-Übung um das Sitzenbleiben ergänzen. D.h. der Hund erhält das "Sitz" Kommando und soll danach in dieser Position verbleiben. Nun können wir ihn nach dem schnellen Absitzen nicht mit dem "ok" auflösen, sonst wäre die Übung beendet. Er erhält nun eine Zwischenbestätigung in Form eines "gut so", "fein gemacht". Diese Zwischenbestätigung dient als Bestätigung für die ausgeführte Handlung und als Aufforderung weiterzumachen. Im Beispiel des 100 m Laufes wäre dies, wenn wir an der 50 m Linie stehen und den Läufer anfeuern durchzuhalten und ihm sagen das es bis zur Ziellinie nicht mehr weit und dann wird er seine Belohnung erhalten. Bleibt der Hund nun die gewünschte Zeit sitzen, so gehen wir zu ihm zurück und lösen ihn wieder mit unserem "ok" auf. Er hat sein Ziel erreicht und erhält anschliessend wieder seine Bestätigung. Mit diesen drei Signalen können wir dem Hund recht einfach und schnell klarmachen was wir von ihm möchten und was nicht gewünscht ist.
WICHTIG: WIEDERHOLUNG!
Die vier Signale / Kommandos müssen eindeutig und immer gleich gegeben werden. Zum Beispiel:
Diese Signal – Methode erlaubt es dem Hund Fehler zu machen und weicht dadurch von anderen Methoden deutlich ab. Einwirkungen in positiver wie negativer Art werden immer erst nach dem entsprechenden Signal gegeben. Dies bedarf vom Hundeführer große Konzentration und Geduld. Es ist eine Art "Topfschlagen" und zeigt dem Hund mit kalt und heiß wie er am schnellsten zu seiner Bestätigung kommt. |
Hunde verstehen nicht unsere Sprache und werden auch nie in der Lage sein sie zu erlernen. Sie können lediglich einzelne Worte, Kommandos oder Signale mit bestimmten positiven oder negativen Erfahrungen in der Ausbildung anwenden.
Als Beispiel können wir uns Signale aus unserer eigenen Umwelt betrachten:
Das Kommando muß ähnlich sein wie der Startschuß beim 100 m Lauf. Kurz, eindeutig und immer gleich.
Geben wir also wieder das "Sitz" Kommando und unser Hund bleibt stehen, kommt von uns das Signal "NEIN" und eine entsprechende Korrektur / Hilfe zur Ausführung der Übung. Der Hund erhält keine Belohnung oder Bestätigung. Nach einer kurzen Wartezeit wird die Übung wiederholt und der Hund bekommt erneut das Kommando zum Absitzen. Führt er nun die Übung korrekt und schnell aus, erhält er das Auflösungskommando und seine Bestätigung.
