Unterordnung

Begleithundeprüfung des VDH – Teil A

Um an den unterschiedlichsten hundesportlichen Disziplinen teilzunehmen ist eine Begleithundeprüfung (BH) für den teilnehmenden Hund zwingend erforderlich. Aber nicht nur um an Prüfungen und Turnieren starten zu dürfen macht eine BH Sinn, sondern auch für jeden Familienhund ist eine abgelegte BH der Nachweis für einen guten Grundgehorsam und ausreichende Sozialisierung des Hundes.

Die BH soll überprüfen ob ein Hund einen gewissen "Grundgehorsam" erreicht hat und in verschiedenen Situationen führbar ist. Dies wird durch die verschiedenen Teile der Prüfung getestet. Möchte ein Hundeführer erstmalig die BH ablegen, so muß er sich noch einem schriftlichen Sachkundetest unterziehen. Einen entsprechenden Test kann man online auf der offiziellen Seite des DVG vorab schon mal probieren.

Die BH beginnt mit der Unbefangenheitsprobe

UnbefangenheitsprobeDer Hundeführer geht mit seinem Hund durch eine, sich bewegende Menschengruppe, dabei soll sich der Hund innerhalb der Gruppe unbefangen zeigen. Anschließend wird die Tätowier- bzw. Chipnummer geprüft, dabei soll sich der Hund problemlos indentifizieren lassen. Besteht der Hund die Unbefangenheitsprobe nicht, wird er vom weiteren Prüfungsverlauf ausgeschlossen.

Es folgt nun der Teil A der Begleithundeprüfung, dieser wird auf dem Hundeplatz abgehalten.

1. Leinenführigkeit (15 Punkte)

LeinenführigkeitLeinenführigkeit Aus der Grundstellung heraus, hat der Hund (am handelsüblichen Halsband oder Brustgeschirr) seinem HF auf das Hörzeichen "Fuß" freudig zu folgen. Das Halsband darf nicht auf Zug gestellt sein. Die Führerleine muß während des Führens durchhängen. Nur beim Angehen und Wechsel der Gangart ist das Hörzeichen "Fuß" erlaubt, beim Anhalten hat der Hund sich schnell, ohne Hörzeichen des HF, hinzusetzen. Der HF darf hierbei seine Grundstellung nicht verändern und insbesondere nicht an den evtl. abseits sitzenden Hund herantreten.

 

 

Ablauf gem. dem abgebildeten Schema:

(Nr.1) – Grundstellung, 40 – 50 Schritt geradeaus
(Nr.2) – Kehrtwendung, als Linkskehrtwendung, 10-15 Schritt normal, 10 Schritt Laufschritt, 10 Schritt langsamer Schritt, danach mind. 1 Rechts- , Links- und Kehrtwendung (Nr. 3)
(Nr.4) Auf Anweisung des Richters geht der HF mit seinem Hund durch eine Gruppe von mindestens 4 Personen, die sich untereinander bewegt. Er hat mindestens einmal in der Mitte der Gruppe anzuhalten. Das Loben des Hundes ist nur in der abschließenden Grundstellung, ausserhalb der Gruppe erlaubt (Nr.5)

Leinenführigkeit Skizze

2. Freifolgen (15 Punkte)

(Nr. 6) Auf Anweisung des Richters ist der Hund abzuleinen. Der HF hängt sich die Leine um die Schulter oder steckt sie in die Tasche. Er begibt sich in die Personengruppe, zeigt die entsprechenden Wendungen um die Personen und hält in der Mitte mindestens einmal an. Er geht dann wieder ausserhalb der Gruppe in Grundstellung und beginnt die Freifolge analog zur Leinenführigkeit. (Nr. 7 – 9)

Freifolge Skizze

3. Sitzübung (10 Punkte)

(Nr. 10 + 11) Nach der Grundstellung geht der HF mit seinem Hund ca. 10 Schritte geradeaus. Auf das Hörzeichen "Sitz" hat sich der Hund schnell zu setzen, ohne das der HF seine Gangart unterbricht oder sich umsieht. Nach weiteren 30 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich zu seinem Hund um. Auf Anweisung des Richters geht er zu seinem Hund zurück und nimmt Grundstellung ein. Wenn der Hund, anstatt zu sitzen, liegt oder steht werden 5 Punkte entwertet.

4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen (10 Punkte)

(Nr.12) Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer an und gibt nach 10 Schritt das Hörzeichen "Platz". (Nr. 13) Daraufhin hat sich der Hund schnell hinzulegen, der HF geht ohne sich umzudrehen 30 Schritte weiter und dreht sich zu seinem Hund um. Auf Anweisung des Richters ruft er seinen Hund heran. Freudig und schnell hat der Hund heranzukommen und sich dicht vor den HF zu setzen. Auf das Hörzeichen "Fuß" hat sich der Hund neben seinen HF zu setzen. Bleibt der Hund stehen oder setzt er sich, kommt jedoch einwandfrei heran, so werden 5 Punkte entwertet.

5. Ablegen des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte)

Abrufen des HundesZu Beginn der Unterordnung eines anderen Hundes legt der HF seinen Hund an einem vom Richter zugewiesenen Platz aus der Grundstellung ohne die Führleine ab. Der HF entfernt sich 30 Schritte und stellt sich mit dem Rücken zum Hund. Während der Ablage hat der Hund ruhig liegen zu bleiben. Ein Hund der sich erhebt, sich setzt oder über eine Strecke kriecht, die länger als sein eigener Körper ist, hat die Übung nicht bestanden.

Ein Hund der bei den Übungen 1 – 5 nicht mindestens 42 Punkte erreicht, scheidet von der weiteren Prüfung aus.