Hundewesen in Deutschland
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| Auszug aus „Gehilfe des Gedarmen” geschrieben von Kriminalist Prof. Dr. Hans Groß, Universität Prag 1896 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Geschichte |
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Einer seiner ersten „Polizisten mit Hund" war der Polizei – Sergant Krone und sein Doggenrüde „Cäsar". Bei einem Großbrand des Schwelmer Rathauses konnten die Schaulustigen nicht mehr von den Polizisten zurückgedrängt werden um mit den Löscharbeiten zu beginnen. Erst durch den Einsatz von „Cäsar" und seinem energischen Bellen und Zähnefletschen konnte die Menge zurückgedrängt werden und die Feuerwehr mit ihrem Einsatz beginnen. Krone und seine Dogge legten später auch bei der ersten Prüfung des neu gegeründeten Polizeihundevereins (PHV) eine vorzügliche Prüfung ab. Es war der erste Verein in Deutschland der sich nicht mit der Zucht, sondern mit dem Gebrauch des Hundes und den entsprechenden Prüfungen befasste. Dieser Polizeihundeverein wurde im Jahre 1901 von den Herren Laufer und Göschel gegründet. Eines der bekanntesten Mitglieder war Herr Rittmeister Max von Stephanitz, der erste Vorsitzende und Gründer des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV). Seine Forderungen, nur noch Deutsche Schäferhunde für den Polizeidienst zuzulassen, führten unter den Mitgliedern zu heftigen Meinungsverschiedenheiten, was letztlich zum Austritt von Herrn Stephanitz führte. 1906 wurde das „Deutsche Kartell für das Hundewesen e.V." gegründet. Es war eine Art „Vorläufer" des heutigen Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH) mit ähnlichen Aufgaben. Es sollte ein zentraler Verband, für die verschiedenen Rassezuchtvereine geschaffen werden. In den Jahren 1935 bis 1945 wurde aus diesem Kartell der „Reichsbund für das Deutsche Hundewesen". Aus dem Reichsbund entstand der heutige Verband für das deutsche Hundewesen (VDH). Gegründet wurde der VDH im Jahre 1949, er vertritt zur Zeit 147 Rassezucht- und Gebrauchshundevereine in denen ca. 600.000 Einzelmitglieder organisiert sind. |
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Die verschiedenen Verbände |
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AZG |
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Die Arbeitsgemeinschaft der Zuchtvereine und Gebrauchshundverbände (AZG) ist ein Zusammenschluß folgender Vereine: |
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Nur diese aufgeführten Verbände (Mitglieder im VDH) sind berechtigt, Leistungsnachweise und – urkunden auszustellen und Prüfungen mit der Vergabe von Ausbildungskennzeichen durchzuführen. Die AZG koordiniert und erstellt die Prüfungsordnungen für die Ausbildung von Schutz- und Dienstgebrauchshunderassen, erstellt und ändert die Rahmenordnungen des VDH (z.B. Richterordnung), koordiniert die Ausbildung von Übungsleitern und koordiniert alle Fragen des Turnierhundesportes und Agility. |
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DHV |
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Der Deutsche Hundesportverband wurde am 21.05.1977 in Marburg gegründet. Der DHV ist ein Zusammenschluß des DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundesportvereine e.V.) und des VLDG (Vereinigung der Landesverbände für das Deutsche Gebrauchshundewesen e.V.). Der DHV gliedert sich zur Zeit in folgende Verbände: |
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Dissidenzvereine |
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Unter dieser Bezeichnung versteht der VDH Vereine und Verbände die nicht von ihm anerkannt sind. Ausgestellte Ahnentafeln, Urkunden und Werturteile eines Hundes werden nicht anerkannt. Diese Hunde sind nicht zur Zucht bei Rassezuchtvereinen innerhalb des VDH zugelassen. Dissidenzvereine sind zum Beispiel: |
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Sechs Jahre vor diesem Artikel, im Jahre 1890, hatte der gebürtige Ostpreuße Laufer die Leitung der Polizei in der Stadt Schwelm übernommen. Am 01. Oktober 1901 wagte er einen mutigen Schritt und schickte erstmals in Deutschland einen Polizisten mit Hund auf die Straße.
